Warum steigt das Hausgeld?
Das Hausgeld wird nicht einfach von der Hausverwaltung festgelegt.
Steigende Energiepreise, höhere Versicherungsprämien, gestiegene Dienstleisterkosten oder eine notwendige Anpassung der Erhaltungsrücklage können dazu führen, dass Eigentümer mehr Hausgeld zahlen müssen.
Woraus ergibt sich das Hausgeld?
Die Höhe des Hausgeldes ergibt sich aus dem Wirtschaftsplan der Eigentümergemeinschaft. Darin werden die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben für das kommende Wirtschaftsjahr berücksichtigt und auf die Eigentümer verteilt.
Dazu gehören laufende Kosten wie Heizung, Wasser, Versicherungen, Hausreinigung oder Gartenpflege ebenso wie Verwaltungskosten und die geplante Zuführung zur Erhaltungsrücklage.
Gestiegene laufende Kosten
Versicherungen, Energie, Wasser, Müllentsorgung oder Dienstleistungen werden teurer. Auf diese Preisentwicklungen hat die Hausverwaltung oft nur begrenzten Einfluss.
Neue oder höhere laufende Ausgaben
Vielleicht wurde ein Hausmeisterdienst beauftragt, ein neuer Wartungsvertrag notwendig oder eine Leistung beschlossen, die bisher nicht angefallen ist.
Anpassung der Erhaltungsrücklage
Zeigt sich, dass für kommende Instandhaltungen mehr Geld benötigt wird, kann eine höhere Zuführung zur Rücklage sinnvoll oder notwendig sein. Das erhöht ebenfalls das monatliche Hausgeld.
Zu knapp kalkuliertes Hausgeld
Sind in den vergangenen Jahren regelmäßig hohe Nachzahlungen entstanden, kann es sinnvoll sein, die Vorauszahlungen im nächsten Wirtschaftsplan realistischer anzusetzen.
Warum zahlen gleich große Wohnungen nicht immer das gleiche Hausgeld?
Auch bei Wohnungen mit gleicher oder ähnlicher Größe kann die monatliche Hausgeldvorauszahlung unterschiedlich hoch sein. Ein Grund dafür können die Heiz- und Warmwasserkosten sein. Diese werden – soweit verbrauchsabhängig abzurechnen ist – nicht allein nach Wohnfläche verteilt, sondern berücksichtigen auch den individuellen Verbrauch.
Wer mehr Heizenergie oder Warmwasser verbraucht, verursacht entsprechend höhere Kosten. Das kann sich bei der Anpassung der Vorauszahlungen für das folgende Wirtschaftsjahr bemerkbar machen.
Auf den individuellen Heiz- und Warmwasserverbrauch eines Bewohners hat die Hausverwaltung keinen Einfluss. Ihre Aufgabe ist es, die zu erwartenden Kosten im Wirtschaftsplan möglichst realistisch zu berücksichtigen – wie hoch der persönliche Verbrauch ausfällt, bestimmt letztlich der jeweilige Nutzer.
